Stuttgart-Berlin-Geschwister

Geschwister und erfolgreiche FOM Absolventen: Dominik und Jennifer Schanz (Fotos: Privat)

Er in Berlin, sie in Stuttgart: Geschwister meistern FOM Studium parallel

„Wir haben uns gegenseitig angespornt!“

Wie der Bruder, so die Schwester – erst die Fachhochschulreife, dann die Ausbildung bei der Gesetzlichen Krankenversicherung und schließlich ein berufsbegleitendes Studium. „Dass wir uns beide gleichzeitig dazu entschieden haben, neben dem Job an der FOM zu studieren, war kompletter Zufall“, versichert Jennifer Schanz und lacht. Die 29-Jährige und ihr Bruder Dominik (36) haben taggleich (!) ihren Bachelor abgeschlossen: sie an der FOM in Stuttgart, er am Hochschulzentrum in Berlin. Wie es dazu kam und warum sich das Studium für beide gelohnt hat, haben uns die Geschwister im Interview erzählt.

Wenn man Ihre beiden Lebensläufe nebeneinanderlegt, sieht man ja ganz schön viele Parallelen …

Dominik Schanz: 
Das stimmt, meine Schwester hat mir schon ein wenig nachgeifert (grinst). Wir haben beide eine Ausbildung zu Sozialversicherungsangestellten in Stuttgart gemacht, wobei ich ein paar Jahre früher dran war. Danach habe ich ein Nachwuchsförderprogramm absolviert, war Leiter für den Kundenservice und bin schließlich von der gesetzlichen zu einer privaten Krankenversicherung in Berlin gewechselt. Hier bin ich nun für 15 Mitarbeitende verantwortlich. 

Jennifer Schanz:
 Ich habe damals als Praktikantin in die Abteilung meines Bruders reingeschnuppert und mich dann ebenfalls für die Ausbildung bei einer Krankenkasse entschieden. Danach war ich unter anderem in der Serviceberatung tätig, mittlerweile bin ich für einen kompletten Versicherungsbereich zuständig. Seit April bin ich zudem Teamleiterin.

Und wie kam es dazu, dass Sie parallel ein berufsbegleitendes Studium gestartet haben? 

Dominik Schanz: 
Ich wollte mich gerne breiter aufstellen, insbesondere im psychologischen Bereich, und habe an der Berliner FOM eine Probevorlesung im Studiengang „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie“ besucht. Die Studieninhalte und die Möglichkeit, in Präsenz zu studieren, haben mich schnell überzeugt. Als ich Jennifer von meinem Plan erzählt habe, war die Überraschung natürlich groß, dass sie ebenfalls an der FOM ein Studium starten wollte, bei sich in Stuttgart. 

Das können wir uns vorstellen! Frau Schanz, Sie haben sich für einen anderen Studiengang entschieden, für „Gesundheits- und Sozialmanagement“.

Jennifer Schanz:
 Genau, die Studieninhalte passten perfekt zu meinen Vorstellungen und die FOM wurde mir von einer Arbeitskollegin empfohlen. Ich wollte unbedingt berufsbegleitend studieren, um nicht den Bezug zur Praxis zu verlieren. So hatte ich die Möglichkeit, das Gelernte direkt im Joballtag anzuwenden. Mir war zudem der Bachelor-Titel wichtig, denn der Studienabschluss ermöglicht mir sehr gute Aufstiegschancen. 

Rund 630 Kilometer trennen Stuttgart und Berlin. Konnten Sie sich denn trotzdem gegenseitig im Studium unterstützen? 

Jennifer Schanz:
 Auf jeden Fall – wir haben uns sogar ein bisschen gebattelt! Einige unserer Module haben sich überschnitten, wir haben uns dann Screenshots geschickt vom Fortschritt unserer Seminararbeiten. Damit haben wir uns gegenseitig anspornt. 

Dominik Schanz: 
Unsere Bachelor-Thesis haben wir gleichzeitig angefangen, das hat unserer Motivation definitiv gutgetan! Ich wollte keinesfalls später abgeben als Jennifer, sie war dann ‚leider‘ doch sieben Wochen früher fertig … (grinst). Aber: Zufälligerweise hatten wir beide am selben Tag unser Kolloquium – sie morgens um 9, ich am frühen Nachmittag. Wir sind aus allen Wolken gefallen, als wir davon erfahren haben! Und konnten uns dann gemeinsam über unseren erfolgreichen Abschluss freuen. 

Würden Sie sich rückblickend wieder für ein berufsbegleitendes Studium entscheiden?

Jennifer Schanz:
 Definitiv! Ich habe vor allem von den Modulen Projektmanagement, psychologische Gesprächsführung und Human Resources profitiert. Und was ich am Studium ganz besonders gelernt habe: Zeitmanagement. Ein Studium neben dem Beruf ist schließlich nicht ohne, man muss sich gut organisieren. Aber ich bin froh, diesen Weg gegangen zu sein. 

Dominik Schanz: 
Da kann ich mich nur anschließen – das Studium hat mich fachlich ein ganzes Stück nach vorne gebracht. Ich habe u. a, gelernt, Change-Prozesse zu begleiten und zudem wichtige Kenntnisse für die Personalentwicklung und -organisation gewonnen. Ein Beispiel: Bei einem Sonderprojekt zum Thema Smart Working, das ich betreut habe, ging es darum, Mitarbeitende auf eine neue Art des Arbeitens vorzubereiten, ihnen Ängste vor Veränderungsprozessen zu nehmen. Dabei konnte ich in einem hohen Maße von den Studienhalten profitieren. Gemeinsam mit FOM Professorin Dr. Katharina Sachse durfte ich zudem einen wissenschaftlichen Artikel zur gesundheitsorientierten Führung in der zfo – Zeitschrift für Führung + Organisation veröffentlichen.  

Vielen Dank für das Gespräch und ganz viel Erfolg auf dem weiteren Weg!